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Prof. Dr. Dr. Kurt Milde †

Zum Gedenken Jörg Möser und Heidrun Laudel

Unerwartet und plötzlich - mitten in intensiver produktiver Arbeit - verstarb Kurt Milde am 23. November 2007. Mit seinem Tod vollendet sich das Leben eines Wissenschaftlers, Hochschullehrers und Architekten von internationalem Rang. Seine Schüler, Freunde, Kollegen und nicht zuletzt die sächsische Denkmalpflege verlieren mit ihm einen stets offenen, streitbaren und versierten Partner, wenn es galt, Probleme der historischen Architektur, der Denkmalpflege und behutsamen Stadtentwicklung zu lösen.

Geboren wurde Kurt Milde am 14.06.1932 in Steinschönau (Tschechien). Nach einer Zimmermannslehre und dem Studium der Architektur in den Jahren 1950 bis 1957 an der TH Dresden wurde er an dieser Hochschule Assistent und Oberassistent am Lehrstuhl von Professor Georg Münter. Dieser war es, der ihn zu Forschungen der Architektur des 19. Jahrhunderts anregte, einem damals noch weitgehend gemiedenen Untersuchungsgegenstand. Sie fanden in der Dissertation "Die Rezeption antiker Formen in der bürgerlichen Architektur", mit der er 1967 promovierte, nur einen vorläufigen Abschluss.

Dem Historismus in der Architektur galt Zeit seines Lebens Kurt Mildes besonderes Interesse. Kurt Mildes Laufbahn als Hochschullehrer begann, als er 1964 nach dem Tod seines Lehrers Georg Münter dessen Vorlesungen im Fach Baugeschichte übernahm. Nach einer Praxistätigkeit von 1967 bis 1969 als Projektleiter im Industrieprojektierungsbetrieb Dresden Süd kehrte er als Dozent für Theorie und Geschichte der Architektur an die TU Dresden zurück. Dort habilitierte er 1973 mit dem Thema "Zur historischen Entwicklung der gesellschaftlichen Funktion architektonischer Umwelt". Im gleichen Jahr wurde Kurt Milde zum ordentlichen Professor für Theorie und Geschichte der Architektur an die TU Dresden berufen. Es war Kurt Mildes besonderes Anliegen, geschichtliche und theoretische Kenntnisse mit praktischer Tätigkeit zu verbinden. Neben den Fächern Architekturtheorie und Baugeschichte widmete er sich mehr und mehr dem denkmalpflegerischen Entwurf. Über einen Zeitraum von 20 Jahren führte er eine ganze Generation von Studenten zum Diplom.

Ab 1984 kamen die Absolventen des von ihm ins Leben gerufenen Postgradualstudiums zum "Fachingenieur für Denkmalpflege" hinzu. Es dürfte wohl keinen Architekten geben, der sein Studium an der TU Dresden in den Jahrzehnten von Kurt Mildes Wirken an dieser Lehreinrichtung abschloss, der sich seiner nicht als einem erfahrenen, auf hohes Niveau bedachten Lehrer und als stets offenen Gesprächspartner erinnerte. Neben der Arbeit als Hochschullehrer war Kurt Milde stets am aktuellen Baugeschehen interessiert und in die zahlreichen baupolitischen Diskussionen eingebunden, die in Zeiten der DDR gerade in Dresden äußerst kontrovers geführt wurden.

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  Architektengemeinschaft Milde + Möser . Obere Burgstraße 5 . 01796 Pirna . Tel. 03501 71000-0 . post@m-m-architekten.de